Montag, 20. Januar 2014

Mispel Gelee

Mispel Mespilus germanica

Mispeln waren im Mittelalter ein sehr beliebtes Obst. Sie wurden dann jedoch von Äpfeln und Birnen verdrängt. Sie sind heute nur noch selten in Gärten zu finden. Es sind dazu noch Früchte, die roh nicht besonders genießbar sind. Eine Möglichkeit der Verarbeitung, das Mispel Gelee, wird hier vorgestellt:

Die Mispeln wurden nach dem ersten Frost geerntet, erst dann sind sie weich und können weiter verarbeitet werden. 


Fotos: Oliver Huber

Die Mispeln müssen im Querschnitt richtig braun und teigig sein. Sind sie noch weiß und steinhart, einfach 24 Stunden in den Tiefkühler geben und dann kühl lagern bis sie "reif" sind. Für alle, die das zum ersten Mal machen: keine Sorge - die Früchte sind nicht faul, das ist gut so.


links: richtig / rechts: unreif

Wir waschen Obst immer vor der Weiterverarbeitung. Das ist auch eine gute Gelegenheit  um Blätter, sonstige "Fremdlinge" und faule Früchte auszusortieren.

Früchte waschen

Um ein Gelee zu machen benötigen wir zuerst den Saft der Früchte. Für die Saft Gewinnung verwenden wir einen klassischen Dampfentsafter mit Siebeinsatz. Die Mispeln werden einfach zerquetscht und in das Siebteil gegeben.

Dampfentsafter

zerquetschte Mispeln

Den gewonnenen Saft dann nach eigenen Vorlieben zu Gelee kochen. Wir gaben ein paar Gewürze dazu. Geliert wurde mit Bio Rohzucker und Gelfix. Bitte nicht mehr Gelierhilfe oder Gelierzucker verwenden, als vom Hersteller empfohlen. Die Mispeln haben selbst schon einen hohen Pektingehalt.

Saftausbeute

Ein paar Gewürze im Teesieb


Das Gelee noch heiss in Gläser füllen. Fertig. Das Mispel Gelee eignet sich hervorragend als Brotaufstrich, zu Hartkäse oder um Saucen abzurunden.




Ein Garten ist ein grossartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit; er lehrt uns Fleiß und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.
Gertrude Jekyll






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