Samstag, 5. Oktober 2013

Saiblingskaviar

Kaviar aus Saiblingsrogen.

Mein Nachbar ist begeisterter Fischer und hat mir frischen Saiblingsrogen mitgebracht. Um diese Jahreszeit kann es gut sein, dass Forellen und Saiblinge Rogen tragen. Ich finde es furchtbar dieses wertvolle Geschenk als Abfall zu betrachten. Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die Fleisch bzw. Lebensmittel tierischem Ursprungs nicht mehr im (Standard)-Handel beziehen. Eingekauft wird nur bei einzelnen ausgesuchten Land-und Tierwirten meines Vertrauens. Für mich ist es auch selbstverständlich von einem Tier alles zu verwerten und nicht nur das Filetstück.

Fotos: Oliver Huber

Der goldgelbe bis orange Rogen wird ordentlich gewaschen und von der feinen Haut befreit. Ich nehme dafür ein feines Kunststoff Sieb. Dann gebe ich 5% Salz dazu, gut vermischen und über Nacht in einer Kunststoff Dose in den Kühlschrank. Fischeier + Salz + Metall ergibt meiner Meinung nach einen unangenehmen metallischen Nebengeschmack. Daher verwende ich in der gesamten Verarbeitung nur Kunststoff. Es soll schöne Löffelchen aus Perlmutt für Kaviar geben. Das wäre vielleicht mal ein Weihnachtsgeschenk für den Feinschmecker.


Der Rogen bleibt ein Tag gesalzen im Kühlschrank. Dann noch einmal ordentlich Wässern und erneut mit 3,5% Salz durchmischen. Jetzt ist der Kaviar speisefertig. Mit der Haltbarkeit ist es vermutlich nicht weit her. Ich denke, man sollte den frisch zubereiteten Kaviar innert drei Tagen verspeisen. Bei uns ist das kein Problem. Da handelt es sich immer nur um ein paar Stunden, dann ist die Büchse leer.


Alle Fische legen Eier, die russischen sogar Kaviar.
aus einem Schulaufsatz








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